Baumwolle – beliebter Börsenrohstoff

Baumwolle als begehrter Rohstoff

BaumwolleDie vielen guten Eigenschaften der Baumwolle haben dieses Naturprodukt zu einem beliebten Rohstoff für Textilien gemacht. Die Baumwolle gehört zu den Malvengewächsen, je nach Art und Kultur können Baumwollpflanzen 25cm bis zu zwei Metern groß werden und ist meistens als einjährige Pflanze anzutreffen. In Peru und im Norden Brasiliens wächst die Baumwolle aber auch an mehrjährigen Sträuchern. Etwa fünf bis acht Monate benötigt die Baumwollpflanze, um zu wachsen und zu reifen. Dabei benötigt sie zu Beginn viel Feuchtigkeit und Wärme. Es gibt weiche und eher raue, weiße, leicht gelbe und auch fleckige Sorten Baumwolle, nach der Ernte wird der Rohstoff trocken gelagert und benötigt eine Zeit zur Nachreife. Sehr begehrt sind feine und lange Baumwollfasern, die eine große Festigkeit vorweisen. Eine gewisse Knappheit hat die Baumwolle teilweise recht teuer gemacht, im historischen Vergleich ist sie heute ein wertvoller Rohstoff geworden. Baumwollfasern oder auch andere Teile der Baumwollpflanze werden zur Herstellung vieler Produkte benötigt. Am bekanntesten sind sicher Textilien aus Baumwolle, aber auch Autoreifen, Filmmaterial und Lacke werden mit Hilfe von Baumwolle hergestellt.

Modern dank umweltfreundlicher Eigenschaften

Baumwolle ist für die Haut sehr angenehm zu tragen und lässt sich hervorragend verarbeiten. Das hat diesen Rohstoff zum unverzichtbaren Material für die Textilherstellung gemacht. Die gute Spinnbarkeit und einfache Färbung der Fasern erlauben eine vielseitige Weiterverarbeitung, kein Wunder, dass sich Baumwolle auf dem Textilmarkt nach wie vor sehr stark durchsetzt. So problemlos die Verarbeitung ist, so schwierig gestaltet sich der Anbau von Baumwolle. In Deutschland sind Indien und die Türkei die großen Herkunftsländer der Baumwolle, spezielle Fairtrade-zertifizierte Baumwolle kommt aus Indien, Pakistan oder auch aus dem fernen Afrika. Die Transportstrecken dieses Rohstoffs sind also sehr lang, teilweise erfolgt sogar noch eine Verarbeitung in einem anderen Land, zum Beispiel China. Bis die Baumwollprodukte dann zum Verkauf nach Europa kommen, vergeht oft eine lange Zeit.

Baumwolle – das weiße Gold

Die Geschichte der Baumwolle reicht weit in die Vergangenheit zurück, ein großes Kapitel bilden auch die Baumwollplantagen in Amerika, die mit dem Elend des Sklavenhandels verbunden sind. Viele Millionen Menschen, die ursprünglich aus Afrika stammten, mussten in den Südstaaten auf Baumwollplantagen als kostenlose oder billige Arbeitskräfte Sklavendienste leisten. Erste Afrikaner wurden bereits im Jahre 1619 unfreiwillig mit einem Schiff nach Virgina gebracht, mehr als 350 Jahre lang wurde mit dem Sklavenhandel Geld verdient. Heute wird die Baumwolle oft als Biobaumwolle aus fairem Handel angeboten. Dabei werden die Arbeitskräfte fair behandelt und bezahlt. Biobaumwolle wächst natürlich auf, es werden keine Chemikalien gegen Schädlinge gespritzt, sondern Nützlinge eingesetzt, die auf natürliche Weise die Schädlinge beseitigen. Werden Baumwollfelder sehr stark von Schädlingen befallen, wird eine Brühe aus öligen Früchten gespritzt, die weder Bienen, Fröschen oder einem anderen Tier schadet. Wer sicher gehen möchte, dass Baumwollprodukte aus fairem Handel stammen, sollte auf vertrauenswürdige Siegel und Label achten.

Bildquellenangabe: M.E.  / pixelio.de
Mittwoch, Juni 27th, 2012 Allgemein

Noch keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar