Rohstoffbörse Chicago

Lautstark Rohstoffe verkaufen – Rohstoffbörse Chicago

Rohstoffbörse ChicagoDass es an den nationalen und internationalen Börsen lautstark hergeht, weiß jeder. Aber die Rohstoffbörse in Chicago schlägt in Bezug auf Lautstärke jeden Rekord mit Abstand! Hier bricht im „Grain Room“, dem Getreidesaal der Rohstoffbörse, an jedem Arbeitstag die Hölle los. Aufgeregte Händler in roten, grünen und blauen Jacken schreien die neuesten Angebote oder Gesuche lautstark hinaus, was in Chicago als „Open Outcry“ bekannt ist. Lautstark bedeutet in der Rohstoffbörse Chicagos so laut, das es schon unangenehm auf viele Besucher wirkt. Und manch ein Rohstoff Verkäufer hat neben Schreibzeug und Telefon immer eine Wasserflasche parat, damit die Stimme nicht plötzlich versagt. Denn das kann hier an Chigacos Rohstoffbörse tatsächlich den Verkauf stark behindern.

Weltweiter Handel mit Rohstoffen im Zentrum Chicago

Wer an der Rohstoffbörse Chicagos kaufen oder verkaufen möchte, muss sich zuerst registrieren, denn hier herrscht absolute Transparenz. Das bedeutet, die Daten werden von amerikanischer Behörde veröffentlicht, die Finanzmärkte arbeiten professionell und gründlich. Farmer, Restaurants und große Unternehmen findet man hier. An der Rohstoffbörse tummeln sich nicht nur Leute, die Rohstoffe günstig kaufen möchten, sondern auch viele Spekulanten, die sich lohnende Gewinne erhoffen. An der Warenlieferung sind sie daher nicht sehr interessiert, denn sie setzen auf die Futures. Auf die Preise der Zukunft. Als Zentrum des Rohstoffhandels in der ganzen Welt ist an der Börse in Chicago dementsprechend viel los. Seit die Chicago Rohstoffbörse im vergangenen Jahr von der Fleisch- und Viehbörse Chicago Mercantile Exchange (CME) übernommen wurde, sind die zwei zur größten Rohstoff- und Terminbörse der Welt angewachsen.

Handel von essbaren Rohstoffen an der Rohstoffbörse

Mehr als 45Tausend Einkäufe und Verkäufe über Rinder werden hier täglich verhandelt, 220Tausend Verträge über Sojabohnen und 115Tausend über Getreide wie Weizen. Dazu kommt Schweinefleisch und so ziemlich alles, was lecker schmeckt oder irgendwie essbar ist. Heute werden viele Verkäufe aber nicht mehr direkt im Getreidesaal der Rohstoffbörse abgehandelt, sondern bequem vom PC aus. Französische Getreidehändler verkaufen direkt aus Europa in die Vereinigten Staaten. Gehandelt werden Futures, Terminkontrakte. Beispiel: Ein Landwirt interessiert sich bereits zu Anfang des Jahres festzulegen, wie hoch der Preis für seine Ernte nach dem Sommer sein wird. Und eine Bierbrauerei will sich für Ende Sommer einen guten, sicheren Preis für Getreide erhandeln. Der Landwirt bietet seine Ernte also an der Rohstoffbörse über den Terminkontrakt, die Futures, an. Und der Bierbrauer kauft das Getreide als Future, um sich für den gewünschten Rohstoff einen bestimmten Kostenfaktor vertraglich zu sichern. Fallen an der Rohstoffbörse die Preise inzwischen für das Getreide, hat der Bauer den Vorteil, steigen die Preise aber, gewinnt die Brauerei. Wichtig ist immer, dass man als Geschäftsmann liquide ist und bei guten Preisen zuschlagen kann. Nur dann kann man an der Rohstoffbörse den Vorteil für sich nutzen.

Bildquellenangabe: Andrea Damm  / pixelio.de
Dienstag, November 20th, 2012 Allgemein

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